Social Media Trends 2022

Selin TabakAllgemein

Die globale Pandemie hat nicht nur einen grossen Einfluss auf unseren Alltag, sondern auch eine riesen Auswirkung auf die digitale Welt mit sich gebracht. Die Zahl der Social Media Nutzer ist gemäss dem Digital Global Report 2021 von Hootsuite um 400 Millionen gestiegen. Für viele Unternehmen stellen sich neue Herausforderungen, welche sich aber zu ihren Stärken entwickeln können. Hier habe ich für Sie die wichtigsten Trends und Erkenntnisse fürs Jahr 2022 zusammengetragen!

Quelle: Hootsuite & We Are Social, Digital 2021 Global Overview Report

Trend 1: Werbung auf TikTok 

Wie sich in den vergangenen zwei Jahren gezeigt hat, entwickelte TikTok ein riesiges Potenzial für Unternehmen. Denn gemäss des Social Media Trends Reports von Hootsuite, können Werbeanzeigen auf TikTok bis zu 884.9 Millionen Menschen erreichen. Auch wenn viele noch mit dem TikTok-Marketing zögern, deuten aktuelle Zahlen darauf hin, dass Unternehmen optimistisch im Hinblick auf TikTok reagieren. In der Umfrage hat sich gezeigt, dass rund 24 % auf die Frage, welche Social-Media-Plattformen sie für die Erreichung ihrer Geschäftsziele am effektivsten halten, TikTok als Antwort angaben. Hingegen im Jahr 2020 nur 3 % mit TikTok antworteten. Dies hat sicherlich auch damit zu tun, dass im Jahr 2020 und 2021 Tools wie Unternehmensprofile, Werbeanzeigen und der Creator-Marktplatz aufgeschaltet wurden. Daher ist mit weiterem Zuwachs zu rechnen.

Quelle: Hootsuite, Social Trends 2022

Trend 2: Social Shopping 

Gemäss Hootsuite betreiben rund 43.5 % die Markenrecherche über die sozialen Netzwerke. Rund 60 % aller Internetnutzer weltweit betrieben im Jahr 2021 wöchentliches Online-Shopping. Nachdem Instagram im Jahr 2020 den im App entwickelten Shop einführte, etablierte sich das sogenannte Social Shopping. Dies ermöglicht es Unternehmen ihr Angebot in die digitale Welt zu befördern, indem sie sich ein digitales Schaufenster aneignen. Dank der Interaktionsmöglichkeiten von Social Media, wird ein neues Shopping Erlebnis geschaffen, wovon der Händler nur profitieren kann. Die Nutzer können somit ihre Lieblingsstücke mit ihren Freunden teilen, sich austauschen, persönliche Empfehlungen abgeben und Produkte bewerten. 

Trend 3: Outsourcing – Content Creator

Statt eine Community von Grund auf aufbauen zu wollen, sollten Unternehmen bereits auf bestehende Creator-Communitys zurückgreifen. Dies erspart ihnen nicht nur an Zeit, sondern ist ein optimaler Weg, mehr über ihre Kunden zu erfahren, die Content-Erstellung zu vereinfachen sowie die Markenbekanntheit und -affinität aufzubauen.

Quelle: Canva.com


Anders als beim Influencer Marketing – bei dem die Person selbst im Vordergrund steht – versorgt ein Content-Creator die bestehende Community mit Geschichten und passenden Inhalten rund um das Interessensgebiet
. Sie sorgen dafür, dass ihr Publikum aufgeklärt und informiert wird.

Trend 4: Social-Kundenservice

Durch die Pandemie stieg die Nachfrage im Online-Shopping und somit häuften sich auch mehr Fragen rund um Service, Produkt und Dienstleistungen, welche die Unternehmen an Unmengen bearbeiten mussten. Anstelle des ewigen Wartens in der Telefonwarteschleife haben die Konsumenten festgestellt, dass der Kundenservice über die Social-Media Netzwerke schnell, bequem und effektiv ist. In einer von Facebook in Auftrag gegebenen Nielsen-Umfrage gaben 64 % der Befragten an, dass sie Unternehmen mittlerweile lieber eine Nachricht schicken, als sie anzurufen. Ausserdem gaben rund 60 % der Verbraucher an, dass sie bereit sind, Nachrichten von Unternehmen zu erhalten. Trotz des steigenden Drucks auf die Unternehmen haben 71 % der Marketer noch nicht in den Social-Media-Kundenservice investiert oder Planen dies erst gar nicht zu tun. Jedoch stimmen 59 % aller Marketer zu, dass der Social-Media-Kundenservice im vergangenen Jahr für ihr Unternehmen an Wert gewonnen hat. 

Im Bild sehen wir, dass durch den Nachrichten-Button ohne Probleme eine direkte Nachricht an den Kundenservice versendet werden kann.

Trend 5: Return on Investment 

Die Pandemie zwang viele Unternehmen auf Social Media zu vertrauen. Somit stieg auch die Zuversicht in die Messung ihrer Social-Media-Aktivitäten. Teilnehmer der Social Media Trends Umfrage 2022 von Hootsuite – insbesondere solche aus grösseren Unternehmen – gaben an, zuversichtlicher zu sein, dass sie den Return on Investment (ROI) ihrer Social-Media-Arbeit quantifizieren können.

Quelle: Hootsuite, Social Trends 2022

Ein wichtiges Ziel ist, die Ausweitung der positiven Effekte auf andere Abteilungen zu verfolgen. Die meisten Möglichkeiten werden im Schutz ihrer Marken, der Begrenzung des Unternehmensrisikos und der Schaffung besserer Erfahrungen für ihre Mitarbeiter eingeschätzt. Wer also mehr Nutzen aus Social Media ziehen möchte, sollte in einen Social-Listening-Dienst investieren.

Meiner Meinung nach sind dies die wichtigsten Eckdaten, die man vorläufig für seine Social Media Strategie anwenden sollte. Da wir jedoch noch am Anfang des Jahres 2022 sind und sich die digitale Welt stets weiterentwickelt, erwarten uns sicherlich viele neue und spannende Erkenntnisse.
Jedem, der sich noch mehr in die Social Media Trends und Reports von Hootsuite einlesen möchte, empfehle ich auf jedenfall den Blog von Hootsuite anzuschauen.

Der Autor

Multimedia Production Studentin mit Schwerpunkt auf Digital Communications Management.

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